Kategorie-Archiv: zum thema besitz

geistige freiheit statt geistiges eigentum

  • wieso fürchten wir menschen uns davor, dass uns andere die ideen stehlen?
  • wieso forschen die forscher auf der welt unter geheimhaltung dessen was sie tun?
  • warum patentieren wir die guten ideen, so dass sie andere entwickler und interessierte nicht verwenden dürfen?
  • warum sind wir menschen so knausrig, wenn es um die ideen geht und so grosszügig, wenn es um die ressourcen geht?
  • warum verunmöglichen wir den austausch von guten ideen und verschwenden dafür die ressourcen der welt?

alles was überhaupt existiert ist mit idee durchdrungen. alles was existiert ist von Ideen belebt und wird  von ihnen zusammengehalten und erhalten. alles was uns umgibt, auch wir menschen selbst sind idee, sind geist.

wenn der mensch etwas gestalten will, muss er sich inspirieren lassen. der mensch sucht sich inspiration in der natur, bei den mitmenschen und vor allem dort, wo er meint etwas zu finden, was in dieselbe richtung geht, in welcher seine suche, sein impuls ihn anleitet.

was gibt es für einen sinn, dass wir unsere ideen verstecken, verweigern, patentieren, als eigentum erklären? wo doch alles was menschen entwickeln, alles was menschen erfinden, alles was den menschen weiterbringt auf seinem weg, durch ideen gespiesen wird.

warum sind wir bereit unsere gegenseitige entwicklung, das gesamte menschliche weiterkommen willentlich abzubremsen? gibt es irgendeinen einsehbaren grund, ergibt dies einen sinn in einer globalen gemeinschaft der menschen unser grösstes gut, die idee, die inspiration zu sanktionieren?

die wirtschaft sagt, es geht ums überleben! die wirtschaft muss florieren! unsere firma braucht ein neues produkt! das produkt darf uns niemand stehlen!

wie kann es sein, dass die wirtschaft uns zu überleben hilft, indem sie willentlich die entwicklung ausbremst? indem sie das höchste gut des menschen anderen menschen vorenthält! um profit daraus zu schlagen (damit es uns allen gut geht)?

die natur funktioniert genau umgekehrt; die natur ist mit ihren ideen grosszügig und mit den ressourcen sparsam.

alles ist leihgabe

alles, was wir menschen auf dieser welt sind, alles was wir begegnen, alles was uns umgibt ist niemandes besitz. alles ist im wandel, wir selbst, die welt, der Kosmos, alles entsteht und vergeht. in dieser wandlungsfähigkeit offenbart sich die schönheit der welt. jede blüte, jeder duft, jeder sonnenuntergang, alles was unsere sinne erfreut, sich ihnen darstellt ist im übergang, im wandel, im prozess. alles, wirklich alles offenbart sich uns nur im zuge der wandlung.
der mensch möchte sich diesem naturgesetz entziehen. er möchte die schönheit, den reichtum ein für allemal für sich festhalten. er kennt das gesetz der vergänglichkeit. es macht ihm angst; der tod macht ihm angst. er will die materie für sich konservieren, er will die liebe festhalten, er will sein eigentum vermehren, er meint, wenn er viel sein eigen nennen kann, hat er mehr vom leben.
der mensch begreift nicht, dass es von allem genug hat. er versteht nicht, dass auch das sterben ein wunderbarer prozess ist, voller schönheit. der mensch hat noch nicht verstanden, dass in ihm selbst diese schönheit nur aufblühen kann, wenn er sich dem wandel hingibt, wenn er bereit ist im prozess des lebens zu bleiben.
alles ist Leihgabe, weil alles vergeht. das geheimnis jeder offenbarung ist der prozess des entstehens und vergehens. alles was entsteht offenbart sich aus diesem grund. jedes leben funktioniert so, auch das menschliche. das paradies ist keine irdische, es ist eine himmlische angelegenheit. das paradies zeigt sich dem menschen nicht indem er sammelt, hortet, anhäuft, geizig ist, grausam ist, kriege führt, andere quält, zerstört, es zeigt sich ihm, indem er loslassen lernt und sich die schönheit der welt schenken lässt, indem er geniessen lernt, indem er offen ist, sich wundert, sich freut. alle wunder dieser welt sind gratis und unbegrenzt verfügbar.
alles was es auf dieser welt gibt, reicht für uns alle, wenn wir füreinander sorgen, wenn wir teilen, wenn wir miteinander und mit der welt liebevoll umgehen.
alles ist nur geliehen und alles ist in fülle vorhanden. das ist doch befreiend.