Kategorie-Archiv: existenz

nicht nur anders arbeiten, sondern andere arbeit!

  • wirtschaftlichkeit fragt nicht nach dem sinn der produkte oder nach wirklichen bedürfnissen, wirtschaftlichkeit fragt einzig nach dem gewinn, welches ein produkt auf dem markt erzielen kann.
  • nicht profitable arbeit bleibt liegen und nicht absetzbare produkte werden weggeschmissen.
  • nicht profitable arbeit (wie viele care- und fürsorgearbeiten) muss unbezahlt erledigt werden.
  • gesellschaftlicher bedarf führt nicht zu erwerbsarbeit (fürsorgearbeit kann nur bezahlt werden, wenn sie rentiert).
  • für die rendite ist eine riesige maschinerie im gang, die fieberhaft nach absetzbaren produkten auf der suche ist (absetzbarkeit als einziger sinn und zweck).
  • die globalisierte konkurrenz sorgt dafür, dass mit den produkten immer weniger gewinn erzielt werden kann, was die wirtschaft zwingt, die menge von produkten und leistungen dauernd zu erhöhen.
  • der kapitalismus schafft auf der einen seite arbeit ab, um auf der anderen seite andauernd überflüssige arbeit zu erzeugen.
  • das system der freien marktwirtschaft auf der basis der konkurrenz fördert und fordert eine masslose verschwendung von produktionsmitteln und arbeitskräften.
  • komischerweise wagen es die menschen nicht über dieses marktsystem nachzudenken, es zu hinterfragen. die menschen scheinen zu glauben, dass diese blase des profites, der macht und der gier, das überleben, den wohlstand garantiert.

es gibt keinen menschlichen grund in diesem system mitzumachen, es zu unterstützen und in ihm zu funktionieren. es funktioniert mit angst und druck, mit erpressung und unfreiheit.

ist die wirtschaft wirklich so schwer zu durchschauen, wie es immer gesagt wird? machen wir den versuch: schauen wir mit mitmenschlichkeit, mit empathie, mit offenheit, fragestellend und in freiheit auf den arbeitsmarkt, die freie marktwirtschaft, den konsumzwang, den produktionszwang, den renditezwang! was sehen wir? was erkennen wir?

wollen wir menschen uns mit unserer arbeit nicht für eine welt einsetzen, die uns zugute kommt. wollen wir nicht anders arbeiten und anderes arbeiten?

geistige freiheit statt geistiges eigentum

  • wieso fürchten wir menschen uns davor, dass uns andere die ideen stehlen?
  • wieso forschen die forscher auf der welt unter geheimhaltung dessen was sie tun?
  • warum patentieren wir die guten ideen, so dass sie andere entwickler und interessierte nicht verwenden dürfen?
  • warum sind wir menschen so knausrig, wenn es um die ideen geht und so grosszügig, wenn es um die ressourcen geht?
  • warum verunmöglichen wir den austausch von guten ideen und verschwenden dafür die ressourcen der welt?

alles was überhaupt existiert ist mit idee durchdrungen. alles was existiert ist von Ideen belebt und wird  von ihnen zusammengehalten und erhalten. alles was uns umgibt, auch wir menschen selbst sind idee, sind geist.

wenn der mensch etwas gestalten will, muss er sich inspirieren lassen. der mensch sucht sich inspiration in der natur, bei den mitmenschen und vor allem dort, wo er meint etwas zu finden, was in dieselbe richtung geht, in welcher seine suche, sein impuls ihn anleitet.

was gibt es für einen sinn, dass wir unsere ideen verstecken, verweigern, patentieren, als eigentum erklären? wo doch alles was menschen entwickeln, alles was menschen erfinden, alles was den menschen weiterbringt auf seinem weg, durch ideen gespiesen wird.

warum sind wir bereit unsere gegenseitige entwicklung, das gesamte menschliche weiterkommen willentlich abzubremsen? gibt es irgendeinen einsehbaren grund, ergibt dies einen sinn in einer globalen gemeinschaft der menschen unser grösstes gut, die idee, die inspiration zu sanktionieren?

die wirtschaft sagt, es geht ums überleben! die wirtschaft muss florieren! unsere firma braucht ein neues produkt! das produkt darf uns niemand stehlen!

wie kann es sein, dass die wirtschaft uns zu überleben hilft, indem sie willentlich die entwicklung ausbremst? indem sie das höchste gut des menschen anderen menschen vorenthält! um profit daraus zu schlagen (damit es uns allen gut geht)?

die natur funktioniert genau umgekehrt; die natur ist mit ihren ideen grosszügig und mit den ressourcen sparsam.

alles ist leihgabe

alles, was wir menschen auf dieser welt sind, alles was wir begegnen, alles was uns umgibt ist niemandes besitz. alles ist im wandel, wir selbst, die welt, der Kosmos, alles entsteht und vergeht. in dieser wandlungsfähigkeit offenbart sich die schönheit der welt. jede blüte, jeder duft, jeder sonnenuntergang, alles was unsere sinne erfreut, sich ihnen darstellt ist im übergang, im wandel, im prozess. alles, wirklich alles offenbart sich uns nur im zuge der wandlung.
der mensch möchte sich diesem naturgesetz entziehen. er möchte die schönheit, den reichtum ein für allemal für sich festhalten. er kennt das gesetz der vergänglichkeit. es macht ihm angst; der tod macht ihm angst. er will die materie für sich konservieren, er will die liebe festhalten, er will sein eigentum vermehren, er meint, wenn er viel sein eigen nennen kann, hat er mehr vom leben.
der mensch begreift nicht, dass es von allem genug hat. er versteht nicht, dass auch das sterben ein wunderbarer prozess ist, voller schönheit. der mensch hat noch nicht verstanden, dass in ihm selbst diese schönheit nur aufblühen kann, wenn er sich dem wandel hingibt, wenn er bereit ist im prozess des lebens zu bleiben.
alles ist Leihgabe, weil alles vergeht. das geheimnis jeder offenbarung ist der prozess des entstehens und vergehens. alles was entsteht offenbart sich aus diesem grund. jedes leben funktioniert so, auch das menschliche. das paradies ist keine irdische, es ist eine himmlische angelegenheit. das paradies zeigt sich dem menschen nicht indem er sammelt, hortet, anhäuft, geizig ist, grausam ist, kriege führt, andere quält, zerstört, es zeigt sich ihm, indem er loslassen lernt und sich die schönheit der welt schenken lässt, indem er geniessen lernt, indem er offen ist, sich wundert, sich freut. alle wunder dieser welt sind gratis und unbegrenzt verfügbar.
alles was es auf dieser welt gibt, reicht für uns alle, wenn wir füreinander sorgen, wenn wir teilen, wenn wir miteinander und mit der welt liebevoll umgehen.
alles ist nur geliehen und alles ist in fülle vorhanden. das ist doch befreiend.

geld verdienen überflüssig

„der kapitalismus ist von menschen gemacht – und keinesfalls naturgegeben wie der alltägliche sonnenaufgang – und deshalb kann er auch von menschen überwunden werden.“
patrick spät aus „sag alles ab“

geld wird nicht mehr verdient:

  • der zusammenhang zwischen arbeit und verdienst ist abgeschafft. das geld dient ausschliesslich als regulativ für den austausch von grundbedürfnissen.

das geld wird verteilt:

  • jeder mensch bekommt geld für einen monat. dieses geld reicht gut um sich komfortabel und reichhaltig mit den grundbedürfnissen einzudecken.

das geld verliert periodisch seinen wert:

  • der wert des verteilten geldes verliert mit der erneuerung periodisch seinen wert. so kann kein geld angehäuft werden. perioden von einem monat oder noch kürzer sind sinnvoll.

bedingungsloses einkommen:

  • das bedingungslose einkommen steht jedem menschen während seines ganzen lebens zur verfügung.

gegenwert wird produziert:

  • für das bedingungslose einkommen wird ein qualitativ hochstehender gegenwert produziert, eine sogenannte , grundproduktion.
  • diese grundproduktion umfasst einen kleinen teil der heutigen völlig überdimensionierten produktionswut.

vollbeschäftigung fällt weg:

  • der grösste teil (mehr als drei viertel) aller heute zur verfügung stehenden arbeitsressourcen (lohnarbeit) werden frei. die menschen haben gelernt, lebensfragen auf der basis der mitmenschlichkeit zu stellen und nach wegen zu suchen, um die mitmenschlichkeit und die liebe zu pflegen und zu erhöhen. jeder mensch entscheidet selbst, was und wieviel und in welcher art er tätig sein möchte.

ressourcen für die entwicklung des ganzen:

  • die forschung orientiert sich an der lust die menschliche gemeinschaft zu kultivieren, zu verändern, zu verwandeln, an der freude mit den mitmenschen die menschliche gemeinschaft zu teilen. es werden keine sinnlosen produkte mehr hergestellt und alles was produziert und geforscht wird kommt der gemeinschaft zugute.
  • in der produktion wird nicht mehr wirtschaftlich gedacht, sondern nur noch qualitativ menschlich.
  • die produktion hat nichts mehr mit geld zu tun, sondern nur noch mit menschlichen bedürfnissen und notwendigkeiten.

jeder gegenwert besteht ausschliesslich in dem gefühl, ein sinnerfülltes leben zu führen.

bedingungsloses einkommen

  • jeder mensch bekommt soviel geld, um ein angenehmes leben zu führen.
  • es wird ein entsprechender gegenwert produziert:
    • dieser gegenwert, das was wir menschen wirklich brauchen um gut und sinnerfüllt zu leben, entspricht höchstens einem viertel der heutigen wirtschaftlichen produktion.
    • drei viertel der gesamten produktion erübrigt sich. wir hören auf bedürfnisse mit dem einzigen ziel zu wecken, konsum beziehungsweise den absatz und umsatz zu steigern. die produktion von sinnlosen und nicht nachhaltigen produkten erübrigt sich.
    • es gibt die erwerbsarbeit nicht mehr. es gibt die vollbeschäftigung nicht mehr. es bleibt die freie entscheidung für sinn- und inhaltsvolle tätigkeiten. es bleibt die lust am mitmenschlichen tun.
      • arbeit ist keine existenzielle frage
      • der mensch entdeckt seine kreativität, seine lust am tun, seine nächstenliebe, seine freude am dasein, die freude am miteinander sein.
      • alle bereiche fliessen zusammen, ergänzen sich: bildung, meditation, technik, religion, spiritualität, wissenschaft.
      • ideen werden offengelegt und ausgetauscht und die ressourcen bleiben im kreislauf der natur.
      • forschung wird zu einer allumfassenden menschlichen tätigkeit
  • ressourcen werden nicht mehr dazu verschwendet konsumgüter zu produzieren und zu erfinden, welche die unzufriedenheit der menschen kompensieren und ausgleichen oder die gier einzelner egoisten befriedigen.

alle menschen bekommen selbstverständlich die materielle basis für ein sinnerfülltes leben.